Die RIAS Big Band feierte die Rückkehr der
Andrews Sisters
16.04.1997 in
Berliner Morgenpost,
Autor: Wolfgang Quander
Seit Jiggs Whigham 1995 die Rias Big Band als Chefdirigent
übernahm, hat sich das Orchester ein neues Konzept verordnet.
Man setzt auf Gaststars, man setzt auf Themenkonzerte. So auch beim
Aprilkonzert unter dem Motto "A Tribute To The Andrews Sisters", das
morgen abend von 20 Uhr an über die Bühne des
Max-Beckmann-Saals geht.
Das Stuttgarter Gesangstrio Honey Pie schlüpft dafür ins
musikalische Gewand der 30er und 40er Jahre. Freunde swingender
Vokalinterpretationen werden voll auf ihre Kosten kommen. Darin
unterscheidet sich Honey Pie in keiner Weise von den Andrews
Sisters. Jene drei Schwestern - Laverne, Maxine, Patty - die im Sog
der wegweisenden Boswell Sisters 1936 musikalisch zueinanderfanden,
und ein Jahr später mit "Bei mir bist du schoen" ihren ersten
großen Erfolg landeten, sind zu einem Synonym für
gesangliche Gemeinsamkeit geworden.
In der Karriere der Andrews Sisters, die Anfang der 50er Jahre endete,
spielten großorchestrale Ensembles eine wesentliche
Rolle. Herausragend dabei die Formation um Trompeter Vic Schoen, der
auch die Arrangements schrieb, sowie die Orchester von Bob Crosby und
Eddie Heywood mit Solisten von Billy Butterfield und Eddie Miller
über Bob Haggard und Vic Dickenson bis hin zu Henry Cooker und
Marshall Royal.
Um jenen Geist nicht nur zu beschwören, sondern auch mit Leben zu
erfüllen, hat Jiggs Whigham seinen Pool von Arrangeuren und
hochklassigen Solisten aktiviert. Hits wie "Chattanooga Choo Choo",
"Ain't She Sweet" und "Choo Choo Ch'Boogie" sollen das Publikum morgen
abend in Wallung bringen.
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